Deggendorfer Volleyballer feiern gelungenen Donau Cup – Siege gegen Klatova und Niederviehbach machen Vorfreude auf den Saisonstart

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Obwohl sich die Niederbayern noch etwas gedulden müssen bis die neue Saison der 3. Liga am 14.10. mit dem Heimspiel gegen den VSV Oelsnitz endlich starten kann, war in der heimischen Comenius-Halle bereits am vergangenen Wochenende einiges geboten. Die Mannen um Spielertrainer Sebastian Schwarz luden zum alljährlichen Donau-Cup ein. Mit dem Ligakonkurrenten und ewigen Derbygegner aus Niederviehbach und der Zweitligamannschaft aus dem tschechischen Klattau waren packende Spiele garantiert. Darüber hinaus durfte sich die Nachwuchsschiedsrichter im Rahmen ihrer C-Schiedsrichterprüfung beim Donau Cup auf hohem Niveau beweisen. Auch das neue Grillteam konnte bereits für den Saisonauftakt in der heimischen Comenius-Halle proben - eine gelungene Generalprobe für die Donaustädter, die in Zukunft zu den Heimspielen mit Steaks und Grillwürstel für das leibliche Wohl der volleyballbegeisterten Fans sorgen wollen.

Dabei waren die Vorzeichen für das Heimturnier eigentlich nicht allzu gut: Mit Außenangreifer Paul Seidel und den Mittelblockern Sebastian Burgis und Georg Wolf musste Spielertrainer Sebastian Schwarz verletzungsbedingt auf wichtige Spieler verzichten. Darüber hinaus musste auch Constantin Schmidt beim Heimturnier passen. Der Diagonalangreifer, der letzten Saison noch die heimischen Fans als Mittelangreifer verzückte, soll zur neuen Saison Leistungsträger Christoph Reichhart, der arbeitsbedingt kürzertreten muss, adäquat ersetzen. Durch den Ausfall durften sich beim Donau Cup die verbleibenden Außenangreifer Kilian Grobbink, Bosek Stefan und Tomasz Wieczorek abwechselnd auf der vakanten Diagonalposition beweisen.

Und die Deggendorfer starteten stark in die Partie gegen Klattau: Gleich zu Beginn konnte man vieles aus der intensiven Vorbereitung auf dem Spielfeld umsetzen. Vor Allem Stefan Bozek erwischte in Aufschlag und Annahme einen Sahnetag und konnte neben dem stark aufspielenden Libero Martin Wieser für Sicherheit sorgen. Angeführt von Kilian Grobbink über die Außen brachten die Deggendorfer den gegnerischen Block ein ums andere Mal zum Verzweifeln und sorgten somit in den ersten beiden Sätzen für klare Verhältnisse. Auch wenn sich die Gäste aus Tschechien steigerten und den dritten Durchgang für sich entschieden, ließen die Niederbayern nichts anbrennen, entschieden den letzten Satz wieder für sich und stellten auf 3:1 nach Sätzen.

Und auch im ersten Derby gegen die Mannen aus Niederviehbach zeigten sich die Donaustädter von ihrer besten Seite. Druck im Aufschlag und Konstanz in der Annahme waren einmal mehr der Schlüssel zum Erfolg. So konnten sich Rene Räbiger und Felix Lorenz über die Mitte zahlreiche Blocks sichern und dem Gegner letztendlich den Zahn ziehen. Ein 4:0 nach Sätzen war der gerechte Verdienst einer starken Leistung. “Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaftsleistung. Wir haben vieles aus dem Training sehr gut umgesetzt und sehen, dass die taktischen Maßnahmen Früchte tragen. Nichts desto trotz dürfen wir das gelungene Heimturnier nicht überbewerten und in den verbleibenden drei Wochen gut trainieren, um auch so erfolgreich in die Saison zu starten”, resümierte ein sichtlich zufriedener Kapitän Michi Brunner.

Auch wenn noch drei Wochen verbleiben, bis sich die Deggendorfer wieder auf hochklassigen Volleyball in der heimischen Comenius-Halle freuen dürfen, ist die Vorfreude auf die neue Saison schon jetzt riesig. „Wir sind hoch motiviert und hoffen, zum Saisonauftakt am 14.10. zahlreiche Fans begrüßen zu dürfen“, so Außenangreifer Johannes Reichhart.

Block Iris Anna

2:3 Außwärtsniederlage beim Ligaauftakt in Freising

Die Volleyballdamen des TSV Deggendorf bestritten am Samstag ihr erstes Spiel der Saison 2017/18 in der Landesliga Süd-Ost. Wie beinahe alle Mannschaften in diesem Jahr ist auch der aktuelle Gegner im Münchner Umland beheimatet – der Bayernligaabsteiger SC Freising musste sich nach dem Abgang vieler Spielerinnen komplett neu aufstellen. Daher waren die Gastgeberinnen für TSV-Coach Sigi Strickert im Vorfeld auch schwer einzuschätzen, wobei der Fokus ohnehin auf der Abstimmung im eigenen Spiel lag. Acht Spielerinnen standen dabei zur Verfügung, so dass sich die Starting-Six beinah von selbst ergab: Kati Schulze führte Regie, Meika Kulzer spielte auf der Diagonalposition, Iris Herman und Steffi Biebl als Mittelblocker, Niki Sagmeister und Lisa Schwarz auf Annahme-Außen und Susi Lermer als Libera.

Der erste Satz war geprägt von großer Nervosität und vielen Aufschlagfehlern auf beiden Seiten, bis sich die Hausherrinnen über 9:7 und 17:12 deutlich absetzen konnten. Doch die Deggendorferinnen kämpften sich mit druckvollem Service von Lisa Schwarz und Steffi Biebl zurück und beim 23:23 war man wieder dran – das Spiel entwickelte sich nun zum offenen Schlagabtausch mit dem besseren Ende für die Gäste (28:26). Und ab diesem Zeitpunkt waren die TSV-Damen präsenter auf dem Feld und agierten im zweiten Abschnitt sicherer. So erspielte man sich über 12:8 und 18:16 eine deutliche 2:0 Führung (25:17). Diesmal war es vor allem Kapitän Iris Herman, die die Freisingerinnen mit ihrem Service unter Druck brachte.

Auch der dritte Satz starte verheißungsvoll, weil die Donaustäderinnen zunächst nahtlos weitermachten und häufig über die Außenpositionen wichtige Punkte erzielten. Beim 17:12 sah eigentlich alles nach einem deutlichen 3:0 aus – doch es bewahrheitete sich erneut die alte Volleyballweisheit, dass das Spiel erst zu Ende ist, wenn der letzte Ball auf dem Boden ist. Denn die Gastgeberinnen kamen angepeitscht von ihren zahlreichen Fans mit starken Aufschlägen zurück und hatten sich beim 22:22 Ausgleich in einen regelrechten Rausch gespielt. In dieser Phase fehlte den Mädels aus Deggendorf vor allem die stabile Annahme und die Abstimmung, was viele leichte Fehler und schließlich den Satzverlust zur Folge hatte (23:25).

Doch die Deggendorferinnen blieben auch im 4. Satz zunächst gut dabei (13:13), bis eine erneute Schwächephase den Freisingerinnen den einfachen Satzausgleich bescherte (18:25), woran auch die eingewechselte Anna Klamerth nichts mehr ändern konnte. Es musste also der Tie-Break nach bereits über 1,5 Stunden Spielzeit die Entscheidung bringen. Und hier starteten die TSV-Damen durch Aufschläge von Kati Schulze gut (4:0), doch auch hier kam der Einbruch durch eine Aufschlagserie des Gegners und man hatte nach dem 8:8 Ausgleich nicht mehr viel zuzusetzen (9:15). So bleibt den Deggendorferinnen nach dieser ärgerlichen Niederlage nichts weiter übrig als an der Konstanz in allen Spielelementen, vor allem aber in der Annahme, zu arbeiten. Dafür sind nun knapp vier Wochen Zeit, bevor man sich vor heimischem Publikum präsentieren darf (11.11.2017, 13 Uhr).